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Last updateDo, 05 Okt 2017 10am

Hauskatzen Katzenverhalten Katzenratgeber – Training für Angst-Katzen

Katzenratgeber – Training für Angst-Katzen

Katzenverhalten - Training bei Angst vor Tierarztbesuch
Katzenverhalten – Panik vor der Transportbox 

Katzenverhalten extrem erlebten wir mit unserem Kater Anton – von mal zu Mal verschlimmerte sich die Panik des Katers vor dem Tierarztbesuch. Jeder Termin bedeutete erst einmal eine wilde Treibjagd durch die gesamte Wohnung, daher wurde es Zeit, eine deutlich Nerven schonendere Variante zu entwickeln.

Rat suchten wir zunächst bei befreundeten Katzenhaltern und erhielten Tipps wie „einfach nicht lange fackeln, ein Handtuch drüber werfen und das ganze Paket ab in den Korb“ oder auch „das ist nun mal so, meine Katze schlägt ihre Krallen immer in meinen Rücken“. Keine besonders angemessene Art, dem Katzenverhalten zu begegnen – und es hörte sich alles nicht besonders professionell an. Auch der Vorschlag, den Transportkorb schon mal ein paar Tage vorher, so wie zufällig, in die Wohnung zu stellen, war nicht ganz so praktisch. Denn entweder lag immer die falsche Katze drin, nämlich die, die gar nicht zum Arzt musste oder die Katzen gingen an sich gerne rein, merkten aber irgendwie, dass am Tag des Termins beim Tierarzt der Korb unter allen Umständen zu meiden war. 

Katzenverhalten: Das Prinzip der positiven Verstärkung nutzen

Da gibt’s doch noch was, dachten wir und so kamen wir auf das so genannte Clicker-Training.  das in Hundehalterkreisen sehr populär ist. Tatsächlich aber lässt es sich bei allen Wirbeltieren, also auch Katzen und, ja, auch bei Menschen einsetzen. Das glauben Sie nicht? Dann schauen wir uns das Prinzip dahinter mal etwas genauer an. Es geht bei dem Prinzip des Clickertrainings um die klassische Konditionierung. Der Gedanke dahinter ist, dass ein Verhalten häufiger gezeigt wird, wenn sich daraus ein Vorteil ergibt. Man nennt dies auch eine positive Verstärkung und schon der Ausdruck macht den Unterschied klar zu einem Training, bei dem versucht wird, mit Bestrafung ein unerwünschtes Verhalten abzustellen. 

In den folgenden Artikeln beschreiben wir die Vorgehensweise des Clicker-Trainings genauer – und wir können schon mal versprechen: Bei Kater Anton hat’s damals funktioniert. Und somit jede Menge Nerven geschont …