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Last updateDo, 05 Okt 2017 10am

Hauskatzen Katzenverhalten Katzenverhalten als Symptom

Katzenverhalten als Symptom

Katzenverhalten als Symptom chronischer Krankheiten
Verhalten der Katze bei Erkrankungen – Chronische Niereninsuffizienz 

Das Katzenverhalten ändert sich vielleicht nur in Nuancen – darum ist genaues Hinsehen wichtig, um Krankheiten anhand des Katzenverhaltens frühzeitig zu erkennen. Was ist anders im Katzenverhalten, wenn die Samtpfote erkrankt? 

Katze Penny ist mittlerweile mindestens 12 Jahre alt. Daher haben wir einige Veränderungen im typischen Katzenverhalten zunächst gar nicht bewusst bemerkt. Katzen sind von Natur aus Meister im Aushalten von inneren Erkrankungen. Wenn keine äusseren Zeichen, wie bsw. stumpfes Fell, auf eine veränderte Konstitution der Katze hinweisen, wird es schon schwieriger, Krankheitssymptome zu erkennen. 

Katzenverhalten: Zeichen für chronische Erkrankungen 

Während der vergangenen Wochen hat sich das Verhalten der Katze Penny doch merklich verändert. Sie zog sich immer häufiger komplett zurück – und grub sich im Bett in die Kissen ein. Sie war noch ruhiger als sonst, selbst die Ausflüge in den Garten waren plötzlich nicht mehr reizvoll – was wir zunächst auf die Anwesenheit fremder Kater in ihrem Revier schoben. Sie suchte plötzlich warme Plätze, wo sie sich hinsetzen konnte – am liebsten das Laptop auf Betriebstemperatur und dort gerne auch mitten auf die Tastatur.  Grund genug, einen Besuch beim Tierarzt zu planen. Das Ergebnis der Diagnose: CNI, chronische Niereninsuffizienz. 

Zeichen im Verhalten der Katze, die auf chronische Nierenfunktionsstörungen hinweisen 
• Eindeutigstes Zeichen im Trinkverhalten: Die Katze trinkt übermässig viel

Dieses Katzenverhalten als Symptom ist manchmal schwer zu erkennen, denn nicht jeder Katzenbesitzer kann die Trinkgewohnheiten seiner Samtpfote tagsüber überwachen. 

• Spielverhalten und Agilität lassen nach 

Ebenfalls nicht einfach zu deuten, speziell bei älteren Hauskatzen, denn das Nachlassen der Agilität kann durchaus auch eine einfache Alterserscheinung sein. Wenn die Katze jedoch öfter apathisch wirkt und gewohnte Rituale (wie das Begrüssen ihrer Menschen an der Haustür beim Nachhausekommen) nicht mehr einhält, sollte man dem Katzenverhalten mehr Aufmerksamkeit widmen. 

• Rückzug  

Wenn zum Katzenverhalten plötzlich regelmässig der Rückzug in „Verstecke“ gehört, die von der Katze vorher  nicht aufgesucht worden sind, sucht die Katze nach Ruhe – oft ein generelles Zeichen für eine gesundheitliche Störung. 

• Lecken der Lippen 

Sehr deutlich war bei Katze Penny ein neuer Verhaltenszug: sie leckte sich immer häufiger über die Lippen, nicht nur nach den Mahlzeiten – ein Verhalten der Katze, das auffällig war und als Symptom für CNI gilt. 

• Aufsuchen warmer Plätze

Der Grund: Die Katze friert, selbst wenn die Raumtemperaturen angenehm sind. Katze Penny suchte im Spätsommer vormittags immer die Sonnenplätze am Fenster. In den vergangenen zwei Wochen wurde es besonders deutlich: Das Sitzen auf der warmen Spülmaschine, selbst das Laptop bei Betriebstemperatur waren Plätze, auf denen sie sich wohler fühlte – komplett abweichendes Katzenverhalten gegenüber ihrem normalen Zustand. 

Diagnose CNI: Hier gibts das passende Nierendiätfutter für Katzen
 

Katzenverhalten aufmerksam beobachten

Sicher ist es nicht einfach, das Katzenverhalten genau einzuschätzen und als Symptom für eine Erkrankung zu erklennen. Aber einige Eigenheiten im Verhalten der Katze sind doch deutlich, besonders wenn sie vom gewohnten Katzenverhalten abweichen. Immer dann ist gerade bei älteren Katzen die Diagnose des Tierarztes gefragt. Denn wenn die Symptome der Krankheit bereits im Katzenverhalten ihren Ausdruck finden, können im Fall von Chronischer Niereninsuffizienz die Nieren schon stark geschädigt sein. Eine Heilung gibt es nicht – mit Hilfe von Nierendiätfutter und angemessenem Medikamenteneinsatz jedoch kann die Katze noch lange beschwerde- und schmerzfrei leben.