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Last updateDo, 09 Jun 2016 11am

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Wann ist die Hauskatze zu dick?


Vor wenigen Tagen machte in Berlin ein Hauskatze Schlagzeilen: Satte 11 Kilo brachte der Stubentiger auf die Waage. Übergewicht bei Haustieren ist eine unterschätzte Gesundheitsgefahr.

Experten schätzen, dass rund die Hälfte aller deutschen Hunde und Hauskatzen übergewichtig sind. Energiereiches Futter, das rund um die Uhr zur Verfügung gestellt wird. Leckerchen aller Geschmacksrichtungen, die bei jedem bittenden Blick verteilt werden. Mangelnde Bewegung, speziell bei Hauskatzen, um das eine oder andere Gramm wieder loszuwerden – das sind die besten Voraussetzungen für stetige Gewichtszunahme. 

Tierärzte wie Dr. Julia Fritz, Fachtierärztin für Tierernährung und Diätetik, kennen diese Problematik genau. „Gerade bei Katzen wird Übergewicht oft unterschätzt, weil eine übergewichtige Hauskatze vielleicht sogar noch gemütlich aussieht. Doch die gesundheitlichen Gefahren, die dauerhaftes Übergewicht mit sich bringt, blenden Menschen meist aus“, erklärt die Spezialistin für Tierernährung. Sie geht sogar einen Schritt weiter und warnt eindringlich: „Dicke Katzen sind kranke Katzen.“

Die Frage ist nur: Wie kann man feststellen, dass ein Katze zu dick ist?

Mit der Hauskatze auf die Waage

Einen ersten Anhaltspunkt bekommt man, wenn man die Katze wiegt. Das sollte bei jedem Tierarztbesuch durchgeführt werden. Wer sofort Gewissheit über das aktuelle Gewicht seine Katze haben möchte, kann das auch mit einer Personenwaage machen. Katze auf den Arm nehmen. Auf die Waage. Dann ohne Katze wiegen. Die Differenz ergibt das aktuelle Gewicht der Katze.

Schritt zwei: Wieviel Gewicht darf meine Katze haben?
Diese Frage ist schon schwieriger zu beantworten. Veterinärmediziner und Futtermittelhersteller befassen sich schon länger mit dem Thema. Doch das Idealgewicht einer Katze ist von Rasse zu Rasse unterschiedlich, weibliche Katzen haben ein anderes Idealgewicht als Kater.

Dr. Julia Fritz hat uns eine Tabelle zur Verfügung gestellt, die Durchschnittswerte angibt, an denen man sich als Katzenhalter orientieren kann: 

• Europäisch Kurzhaar:  Katze 3,4 kg | Kater 4,3 kg

• Abessinier:  Katze 2,8 kg | Kater 4,1 kg

• Siamese:  Katze 2,9 kg | Kater 3,4 kg 

• Perser:  Katze 3,1 kg | Kater 4,1 kg 

• Heilige Birma:  Katze 3,5 kg | Kater 4,3 kg 

• Britisch Kurzhaar:  Katze 3,6 kg | Kater 5,1 kg 

• Kartäuser  Katze 3,2 kg | Kater 5,6 kg 

• Norwegische Waldkatze: 3,9 kg | Kater 5,1 kg 

• Maine Coon: Katze 4,8 kg | Kater 6,1 kg 

 

Lesen Sie hier: Wie man die richtige Futtermenge für Hauskatzen – auch während einer Diät – ermittelt!

 

Eine weitere Methode, mit der man feststellen kann, ist das so genannte „Body Condition Scoring“. Bei dieser Methode fühlt man an vorgegebenen Stellen des Körpers nach und kann entsprechen einem vorgegebenen Schema ermitteln, ob eine Hauskatze oder ein Kater im wahrsten Sinne des Wortes zu viel auf den Rippen hat. „Ein deutliches Anzeichen für Übergewicht ist tatsächlich dann gegeben, wenn man die Rippen unter der Fettschicht einer Katze nicht mehr fühlen kann,“ bestätigt Dr. Julia Fritz – dann ist es tatsächlich Zeit, sich über eine Diät für die Katze Gedanken zu machen. 

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