Montag, Okt 23rd

Last updateDo, 05 Okt 2017 10am

Katzenpflege Katzen Krankheiten Katze und Tierarzt – wenn die Angst Probleme macht

Katze und Tierarzt – wenn die Angst Probleme macht

Welche Mittel bei Katzen mit Angst vor dem Tierarztbesuch wirksam helfen


Panik vor der Transportbox, ungewohnte Umgebung, fremde andere Haustiere: Was auch immer die Panik vor Tierarztbesuchen auslöst, es verursacht für Tier und Menschen Stress. Welche Mittel helfen im Notfall? 

 

Das Paradebeispiel für Panik vor Tierarztbesuchen ist unsere alte Katzendame Penny. Den Gang in die Praxis eines Tierarztes konnte sie noch nie richtig leiden. Und während der Untersuchungen wehrte sie sich gegen jeden Griff, als ginge es ihr an ihr kleines Katzenleben. Bei der letzten Routineuntersuchung konnte nur ein Käfig helfen, in dem normalerweise wilde Tiere fixiert und dann mit einem Betäubungsmittel ruhig gehalten werden.

Die Ursachen für diese Panik vor Transport in die Praxis, Untersuchungen und Behandlungen sind schwer auszumachen. Ein traumatisches Erlebnis kann Auslöser für ein solches Verhalten einer Katze sein. Das Wissen um die Ursache jedoch macht das Problem für den Katzenhalter nicht kleiner. In akuten Notfallsituationen erschwert eine Katze, die sich bei jeder Berührung bis aufs Messer wehrt, eine medizinische Behandlung enorm.

Panik-Katzen vorbereiten

In einem früheren Artikel haben wir bereits das Käfig-Training beschrieben, mit dem man Katze oder Kater an die Transportbox gewöhnen kann und ihnen die Angst vor dem Einstieg in die Box nimmt. Doch was tun, wenn all diese Tricks nicht ausreichen?
Selbst der anerkannte Katzenexperte Paul Leyhausen hat in seinem Standard-Werk zum Katzenverhalten dafür plädiert, in extremen Fällen von Angst auf normale Beruhigungsmittel zurückzugreifen. Diese Vorgehensweise empfehlen auch Tierärzte, wenn sie mit Angst-Katzen in der Praxis zu tun haben. Ein Beruhigungsmittel macht die Katze schläfrig, ihr Aktivitätsdrang wird gedrosselt und aggressives Verhalten wird vermieden. Auf diese Weise kann der Tierarzt eine normale Untersuchung und Behandlung der Katze gewährleisten, ohne selbst Gefahr zu laufen, von Pfotenhieben oder Bissen verletzt zu werden. Daher ist die Gabe eines Medikaments das kleiner Übel im Verhältnis zum Stress und der Verletzungsgefahr, der sich Halter und Tierarzt aussetzen.

Beruhigungsmittel und Nachsorge

Die Wahl und Dosierung von Beruhigungsmitteln sollte man selbstverständlich dem Tierarzt überlassen, denn das Mittel sollte auf die Konstitution und das Gewicht der Katze optimal abgestimmt sein – das kann niemand besser als der Haustierarzt.
Trotz Beruhigungsmittel kann der Praxisbesuch immer wieder ein traumatisches Erlebnis haben. In diesem Fall empfehlen wir aus eigener Erfahrung Bachblüten. Eine kleine Dosis Rescue-Tropfen kann nach einem Tierarztbesuch Wunder wirken und die Katze bei der Bewältigung ihres Erlebnisses offenbar unterstützen. Doch auch für die Verabreichung von Rescue-Tropfen sollte man sich den professionellen Rat eines Tierheilpraktikers oder eines Arztes mit entsprechenden Kenntnissen einholen!