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Last updateFr, 21 Sep 2018 12pm

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Auch Hund und Katze benötigen eine Krankenversicherung



Tierhalter schließen eine Haftpflichtversicherung für ihr Haustier ab. Das ist selbstverständlich, denn: Hund oder Katze, Pony oder Pferd treiben mit ihrem Spieltrieb manchmal folgenschweren, teuren Unfug.

Dass die vierbeinigen Familien-Mitglieder jedoch auch eine Krankenversicherung benötigen, ist vielen Menschen nicht so bewusst. Dabei zeigt die Alltagserfahrung: Haustiere werden krank und alt, sie erleiden Unfälle und müssen operiert werden - genauso wie Menschen.

Insgesamt leben in Deutschland etwa 36 Millionen Haustiere, das bedeutet: Von 82 Millionen Einwohnern in der Bundesrepublik besitzen über 40 Prozent ihren persönlichen Liebling. Nach Arten betrachtet, sind vor allem Katzen (elf Millionen) und Hunde (acht Millionen) besonders beliebt. Ponys und Pferde kommen zusammen auf gut eine Million Exemplare deutschlandweit.



Versichert bei Krankheit und Operation

Ob Hund, Katze oder Pferd: Die Tierversicherung deckt in der Regel mit der Krankenversicherung ambulante Behandlungen bei einem Tierarzt ab. Dazu kommt eine Operation (OP)-Versicherung. Sie übernimmt - je nach Vertrag - die Kosten für einen stationären Eingriff und die möglichen Nachbehandlungen. Für Pferde stehen weitere Möglichkeiten zur Verfügung. Kommt der Vierbeiner bei einem Transport ums Leben, lässt sich eine Entschädigung dafür vereinbaren. Und es gibt sogar das Angebot einer Pferdelebensversicherung. Sie zahlt unter anderem bei Tod oder Nottötung des Pferdes nach Unfall oder Krankheit, Brand oder Blitzschlag. Eine gute Übersicht zu Möglichkeiten, Leistungen und Kosten der Tierversicherung findet sich unter: https://www.gothaer.de/privatkunden/tierversicherung/tierkrankenversicherung/infografik.htm.



Treuer Hund ist manchmal teurer Hund

An einem Hundebeispiel ist anschaulich erklärbar, welche Kosten manchmal auf den Tierbesitzer zukommen. Da ist es schon erstaunlich, dass nur 17 Prozent der Hundehalter eine Tierkrankenversicherung abschließen. Tatsächlich besitzen 83 Prozent einen solchen Schutz nicht! Dabei gibt jeder zweite Hundehalter jährlich zwischen 100 und 500 Euro für Tierarztbesuche aus. Knapp die Hälfte der Besitzer geht mit dem Vierbeiner zwei- bis dreimal pro Jahr zum Tierarzt. Etwas mehr als jeder vierte Hund wurde schon einmal in seinem Leben operiert. Bei knapp der Hälfte davon lagen die OP-Kosten über 500 Euro - bei sechs Prozent sogar über 2000 Euro. Mit den mehr oder weniger aufwendigen Nachsorgekosten kommen auf einen Hundebesitzer bis zu 5000 Euro für eine Operation zu.



Nachsorge und Heilbehandlung abgesichert



Neben den Kosten für OP und Nachsorge übernimmt eine Tierkrankenversicherung noch weitere Leistungen. Röntgen ist dabei ebenso eingeschlossen wie 15 Tage in einer stationären Einrichtung für Hunde, falls die Nachsorge das erforderlich macht. Das Alles selbstverständlich bei freier Wahl von einem Tierarzt des Vertrauens. Auch eine telefonische Rechtsberatung ist so abgesichert: Manchmal gibt es bei Unfällen und Krankheiten mit Haustieren juristischen Klärungsbedarf. Eine Tierkrankenversicherung hat übrigens auch die Besitzer im Blick. Geht es zum Beispiel für einen alleinstehenden Hundebesitzer zur stationären Behandlung ins Krankenhaus, kümmert sich die Versicherung um die Unterbringung des Hundes. Sie übernimmt auch die Kosten dafür. Angesichts dieser Leistungen fallen die Prämien für eine Tierkrankenversicherung eher moderat aus. Interessenten entscheiden sich zwischen den Produktlinien Basis, Plus und Premium. Die individuelle Ausgestaltung des Versicherungsschutzes für die Tierkrankenversicherung ist also in vielfältiger Weise möglich.